Thermische Applikationen

Wärmeanwendungen

Durch die Erwärmung der Haut und der tiefer liegenden Strukturen erfolgt eine reaktive Vasodilatation der Gefäße mit Steigerung der Durchblutung und des Stoffwechsels. Die Hyperämie mit gesteigerter Phagozytose wirkt sich positiv auf die Narbenheilung der Haut bzw. Wundheilung aller bindegewebigen Strukturen aus, kollagenes Gewebe wird elastisch. Allerdings kann der gesteigerte Flüssigkeitsaustausch zu einem Ödem führen!

Wärmeanwendung bewirkt reflektorisch eine Entspannung der Muskulatur, die zur Schmerzlinderung beiträgt. Die Stimulation der für die Schutzsensibilität zuständigen Hautrezeptoren erhöht ggf. die Schmerzschwelle (Hüter- Beck 2004). Die Intensität der Wirkung ist abhängig von der Wahl der Applikationsform und der Dauer der Einwirkung.

  • Paraffinbad
  • Heiße Rolle
  • Moorpackung
  • Kirschkerne

Kälteanwendungen

Betrachtet man die physilologische Wirkung von Eis, so wird das Risiko des Einsatzes deutlich. Nach akuten Verletzungen oder Operationen wird es wegen der analgetischen, antiphlogistischen und vasokonstriktiven Wirkung gern eingesetzt.
Wir wenden die Kältetherapie als vorbereitende Maßnahme bei entzündlich geschwollenen bzw. schmerzhaften Gelenken auch posttraumatisch oder postoperativ an.

  • Eisteilbad
  • Eiswickel
  • Eislolly
  • Kühlende Materialien z. B. Raps, Knete, Linsen