NeuroEntwicklungs- psychologischer Aufbau nach Pörnbacher

Frau Traudl Pörnbacher entwickelte innerhalb von mehr als 30 Jahren Erfahrung und intensiver Beobachtungs- und Forschungsarbeit in subtiler und genauer Arbeitsmethode ein eigenständiges, von ganzheitlichem Ansatz bestimmtes Frühförder- und Rehabilitationskonzept für jede Altersstufe.

Die Therapieanwendung gliedert sich schwerpunktmäßig in drei Bereiche:

I. Die Anwendung von spezifisch aktivierender Lagerungstechnik

Durch konstante Unterlagenstimulation werden Körperschwerpunkt- und Tonusregulation für Aufrichtungs- und Fortbewegungsfunktionen in streng genetisch vorprogrammierten Grundmustern aktiviert.
Die Durchsetzungskraft von abnormen Bewegungsmustern und Dysbalancen werden während der Lagerungszeit wirksam unterbunden.
Es wird die Fähigkeit zur Selbstregulierung in Symmetrieorganisation in Gang gesetzt. Die Lagerungsweise ist stressfrei. Streckung und Aufrichtungsstreben ist sofort erkennbar. Die Entwicklung der Durchführungsqualität ist inEntwicklungsmustern klassifizierbar.

II. Mobilisationsverstärkung durch manuelle Stimulatinstechniken

Bei schwerer muskulärer Tonusstörung im Säuglingsalter – in der Regel jedoch bei Spätbehandlung und Rehabilitationstherapie wird unter streng vorgegebener Lagerungsweise an bestimmten Körperregionen dosiert anhaltend Druck- oder Zugstimulation eingesetzt. Dadurch wird nach o.g. Prinzipien die Fähigkeit zur Selbstregulierung und Optimierung von haltenden Kräften der Muskulatur für Aufrichtung im Lot intensiviert.

III. Aktivieren der sensomotorischen Funktionsleistung

Defizite im Entwicklungsprofil der Sinnesleistungen, – der Atmung und Stimmführung, der Mund-, Gesichts- und Schluckfunktion, der Lautier- und Sprechentwicklung sowie der Entwicklung der Handmotorik werden nach eingehender Untersuchung und dem Erstellen eines Statusbefundes anhand konzeptspezifischer Entwicklungstabellen, durch spezifisch stimulierendes Reizangebot von außen aktiviert.

Anwendungsgebiete

  • bei infantiler Cerebralparesen
  • bei spezifischem genetischem Syndrom wie Down Syndrom, Rett Syndrom u.a.
  • bei Entwicklungsverzögerung mit nicht einheitlichem Entwicklungsprofil
  • bei sensomotorischen Teilleistungsstörungen
  • bei Sehentwicklungsstörungen
  • bei allgemeiner neuromuskulär bedingter Haltungsschwäche
  • Behandlung von Eß-, Trink- und Schluckstörungen in jedem Alter
  • Behandlung bei Atemfunktions- und Sprechentwicklungsstörungen
  • Rehabilitation und Mobilitätsverstärkung im Kinder- und Erwachsenenbereich
  • Prävention von entwicklungsbedingten skelettären Veränderungen, wie:
    Fehlentwicklung der Kieferngelenke, Skoliose, Hüftgelenksluxationen, Fußdeformitäten

Quellenverzeichnis: poernbacherkonzept.de 2004