Modifiziertes Kleinert Übungsprogramm

Die Nachbehandlung nach Kleiner (benannt nach Harold Earl Kleinert – US-amerikanischer Handchirurg) beschreibt das Vorgehen zur Rehabilitation von Beuge- und Strecksehnenverletzungen der Langfinger.

Dabei sollen in der Heilungsphase vor allem bleibende Bewegungsdefizite und das Wiederabreißen der Sehne verhindert werden.Um einen optimalen Heilungserfolg zu erzielen müssen bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Zunächst sollte die Unterarmschiene das Handgelenk und die Finger in einer bestimmten Stellung fixieren, um je nach Sehnenverletzung diese zu entlasten.

Ein Gummiband, das mit einer Nylonschlaufe am Fingernagel oder an der Fingerkuppe befestigt wird zieht die operierten Finger je nach Sehnenart passiv in die Bewegung.

Die physiotherapeutische und ergotherapeutische Behandlung beginnt spätestens am ersten postoperativen Tag mit der Aufklärung des Patienten. Dieser muss sich jetzt an ein bestimmtes Übungsprogramm halten, welches sich wöchentlich ändert.

Im Anschluss an die stationäre Behandlung sollte der Patient bis zu drei mal wöchentlich zur Ergotherapie und zusätzlich ist ein stündliches Eigentraining notwendig. Eventuell Schwellungen werden mit manueller Lymphdrainage reduziert.